Kinderhaushalte in Swasiland

AIDS-Waisen sollen weiterhin die Schule besuchen könnenIm südlichen Afrika leiden die Menschen massiv unter der Ausbreitung von HIV-/AIDS. In Swaziland, das an Südafrika und an Mosambik grenzt, ist die Infektionsrate mit fast 43 Prozent so hoch wie sonst nirgends auf der Welt. Hier fällt eine ganze Generation von Erwachsenen aus - zahllose Kinder sind zu Waisen geworden. Oft haben sie auch keine Großeltern oder andere Verwandte, die sich um sie kümmern.

Auch die Dorfgemeinschaften sind mit der Vielzahl der betroffenen Kinder überfordert.
Die Folge: In dem bitter armen Land gibt es zahlreiche Kinderhaushalte, in denen sich Geschwister gegenseitig betreuen. Die Älteren kümmern sich so gut es geht um die Jüngeren. Aber meist haben sie kein Geld für das Nötigste, und sie können auch nichts verdienen.

Die Zahl der betroffenen Kinder ist großDamit diese Kinder weiterhin zur Schule gehen und in ihrer Familien- und Dorfgemeinschaft leben können, unterstützt sie der Tatort-Verein. Gemeinsam mit der Organisation Medea e.V. fördern wir mehrere Kinderhaushalte beim Bau und der Instandsetzung ihrer Häuser. Auch lernen die Kinder, sich selbst aus neu angelegten Gärten mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Bitte unterstützen Sie diese Arbeit durch eine Spende!

 

Gertud Langensiepen von Medea Informiert: "Während Mswati III als absoluter Monarch im Königreich Swaziland verschwenderisch lebt, muss die Bevölkerung mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. In den weit voneinander entfernten Siedlungen im Süden Swazilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen, da sie die Kosten für Schulgeld, Schuluniform, Schulmaterial und Transport nicht aufbringen können. Vor allem Mädchen sind gefährdet. Viele sehen keinen anderen Ausweg als die Prostitution.

Selbst eine ärmliche Hütte kann ein Zuhause seinEiner ganzen Generation fehlen die Eltern. Über 90.000 AIDS-Waisen, die ein oder beide Elternteile verloren haben, leben in Swaziland, bei etwa einer Million Gesamtbevölkerung. Die Zahlen steigen jährlich erschreckend an. Die Folgen für die Kinder sind verheerend. Traditionell werden die Kinder in der Großfamilie aufgenommen und versorgt.

Dieses kulturelle Sozialsystem bricht durch die Pandemie HIV/AIDS zusammen. Die arbeitende Generation stirbt weg, zurück bleiben alte Menschen und Kinder. Die Folge: Großmütter versorgen bis zu 8-12 Enkel, die Kinder ihrer eigenen verstorbenen Kinder. Wir begegnen auch vielen "Kinderhaushalten", in denen das älteste Kind, meistens sind es Mädchen, die jüngeren Geschwister versorgen muss. Lebensmittel bekommen sie zum Großteil über das Welternährungsprogramm (WFP). Gekocht wird jeden Tag das gleiche Essen: Bohnen mit Maisbrei.

Lokale Organisationen wie Caritas Swaziland, NERCHA - Nationale Soforthilfe für HIV/AIDS und viele mehr, leisten flächendeckend gute Arbeit und kämpfen täglich gegen die schwierige, katastrophale Situation an. Unsere internationale Unterstützung ist für Swaziland noch unverzichtbar. MEDEA und unsere lokale Partnerorganisation Internationale Freunde für Swaziland mit Sitz in der Hauptstadt Mbabane arbeiten eng verknüpft zusammen. Dadurch kann das Projekt "Hilfe zur Selbsthilfe" langfristig gewährleistet werden."

 
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