Familienzusammenführung |
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Viele Straßenkinder haben noch Kontakt zu ihren Eltern, manche häufig, manche nur sporadisch. Andere Straßenkinder haben ihre Eltern seit langer Zeit nicht mehr gesehen. Bei Gefängniskindern ist der Familienzusammenhalt besonders gefährdet. Oft können die Eltern ihre Kinder gar nicht oder nur selten besuchen. Manche Eltern erfahren gar nicht, dass ihre Kinder inhaftiert sind.
Arbeit für die ElternFamilien, die ihre Kinder aus Armut wegschicken mussten, werden in Arbeit schaffende Maßnahmen integriert. Ihnen werden beispielsweise handwerkliche Aufträge gegeben, etwa Produkte für den Fairen Handel herzustellen. Oder sie erhalten einen Kleinkredit, der ihnen einen ersten Schritt in den Aufbau einer auskömmlichen Existenz ermöglicht. Die Familie des 13-jährigen Iner, der auf diesen Fotos zu sehen ist, lebt bisher vom Müll sammeln und sortieren. Mit einem Kleinkredit wollen die Eltern als Aufkäufer von Recycling-Stoffen in den Zwischenhandel einsteigen. Sie erhoffen sich dadurch ein besseres Einkommen, um auch die jüngeren Geschwister von Iner besser durchbringen zu können. Sie wünschen sich auch, dass Iner nach seiner Schul- und möglicherweise sogar einer Berufsausbildung bei PREDA mit zum Familieneinkommen beitragen kann. Die Familie lebt in einem Slum im Süden der philippinischen Hauptstadt. Der Junge hatte vor dem Besuch mit dem PREDA-Team seine Eltern viele Monate lang nicht gesehen, weil er wegen einer Bagatelle zunächst im Gefängnis saß und danach in Olongapo bei PREDA unterkam. Seine Eltern möchten ihren Sohn nun häufiger sehen und freuen sich schon auf den nächsten Familientag in Olongapo. Fahrtkosten, Essen und Unterkunft für das Wochenende übernimmt der Tatort-Verein.
 Bilder (c) Martin Bauer |